Artikel verfasst von
Caroline Vernaillen
Lead Global Policy & Advocacy
vernaillen@democracy-international.org
Vom 7. Bis zum 10. Oktober dieses Jahres, Botswana wird Gastgeber sein das Globale Forum für moderne direkte Demokratie in Gaborone. Als weltweit größte Veranstaltung zum Thema direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung bringt das Forum führende Vertreter der Zivilgesellschaft, Praktiker, politische Entscheidungsträger, Forscher und Bürger aus aller Welt zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und demokratische Innovationen zu erörtern, bei denen die Bürger im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung stehen.
Die Veranstaltung wird von Democracy International und der Universität von Botswana in Zusammenarbeit mit „Mehr Demokratie“, der Schweizer Stiftung für Demokratie und „Citizens in Charge“ organisiert.
Demokratie entsteht, wie ein Diamant, nicht unter bequemen Bedingungen. Sie formt sich im Laufe der Zeit unter Druck. Weltweit stehen demokratische Institutionen vor wachsenden Herausforderungen – von politischer Polarisierung und schwindendem Vertrauen bis hin zu schrumpfendem zivilgesellschaftlichem Raum und den sich beschleunigenden Auswirkungen des Klimawandels. Das Global Forum bietet einen Raum, um nicht nur diese Belastungen zu untersuchen, sondern um zu untersuchen, wie demokratische Systeme als Reaktion darauf gestärkt, gestrafft und erneuert werden können.
Botswana bietet einen besonders geeigneten Rahmen für diese Gespräche. Die Kgotla-Tradition des Landes zeigt, wie Dialog, Teilhabe und kollektive Beratung in lokalen Gemeinschaften verwurzelt bleiben und sich gleichzeitig in einer sich wandelnden Welt weiterentwickeln können. Da Botswana sich derzeit in einem Prozess der Verfassungsreform befindet, bietet das Forum zudem die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie direkte und partizipative Demokratie dazu beitragen kann, Verfassungsänderungen in eine echte öffentliche Bestandsaufnahme der Zukunft einer Nation zu verwandeln.
Im Rahmen von vier Tagen mit Diskussionen, Workshops, kulturellen Aktivitäten und Besichtigungen vor Ort werden die Teilnehmer untersuchen, wie die Verschmelzung von Tradition und Innovation der Basisdemokratie neues Leben einhauchen kann. Sie werden Erfahrungen mit der Bürgerbeteiligung an Verfassungsreformen austauschen, demokratische Antworten auf aktuelle Herausforderungen beleuchten und bürgergeführte Ansätze zur Bewältigung von Problemen vorstellen, die zunehmend über nationale Grenzen hinausreichen.
Durch die Zusammenführung von Perspektiven und Erfahrungen aus allen Kontinenten möchte das Global Forum den praktischen Austausch, die internationale Zusammenarbeit und neue Ideen für die demokratische Teilhabe im 21. Jahrhundert fördern.
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